Der KoopCup - das Rollstuhlbasketballturnier der SGH Berlin Der Koopcup findet nun mittlerweile zum vierten Mal statt. Er wird diesmal noch etwas internationaler sein, da zum ersten Mal neben dem Vorjahressieger aus Strasbourg (Frankreich) auch eine Mannschaft aus Barcelona dabei sein wird. Darüberhinaus sind Mannschaften aus Köln, Aachen, sowie einige Mannschaften aus Berlin vertreten. Es werden insgesamt 10 Mannschaften antreten. Die Mannschaften stammen überwiegend aus Rollstuhlbasketballvereinen. Darüberhinaus bilden sich einige Mannschaften auch aus Rollstuhlbasketballkursen von verschiedenen Universitäten, wie zum Beispiel die Mannschaften aus Köln sowie eine Mannschaft vom Rollstuhlbasketballkurs der Freien Universität Berlin. Diese Mischung von Universitäts- mit Vereinsmannschaften ist ganz im Sinne dieses Turnieres, das sich sich genau dieses als ein Ziel gesetzt hat, Universitäts- und Vereinsmannschaften auf einem Turnier zusammenzubringen. Diese Kooperation drückt sich auch im Namen "KoopCup" aus. Im Jahr 2002 fand der KoopCup zum ersten Mal statt und hat sich seither immer größerer Beliebtheit erfreut, was sich in Gesprächen mit Teilnehmern immer wieder gezeigt hat. Nichtzuletzt die Kombination von sportlicher Betätigung und anschließendem gemeinsamen Essen und Zusammensitzen an einem Wochenende, macht den Unterschied zu den Spieltagen der Rollstuhlbasketballliga aus. Die Idee solcher Universitäts-/Vereinsturniere ist allerdings nicht neu. Etliche der Teilnehmer haben schon seit vielen Jahren an ähnlichen Turnieren in Aachen, Köln und Hamburg teilgenommen. Leider ist von diesen Turnieren nur noch das in Hamburg übriggeblieben, sodass der KoopCup dahingehend eine wichtige Funktion hat. Die Organisationsleitung hat schon beim letzten KoopCup versucht, dieses Turnier stärker in der Öffentlichkeit zu präsentieren durch Mitteilungen in der lokalen Presse, Handzettel und eine eigene Webseite. Es gelang darüberhinaus, die Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, als Schirmherrin zu gewinnen. Der Koopcup finanziert sich aus den Teilnehmerbeträgen, die allein aber nicht die entstehenden Kosten durch die Schiedsrichter und Verpflegung decken würden. Ohne Sach- und Geldspenden wäre solch ein Turnier nicht möglich, da viele der Teilnehmer sich finanziell nicht gut stehen und dadurch die Beträge nicht zu hoch ausfallen können. Glücklicherweise ist es bisher immer wieder gelungen, Sponsoren zu finden, was aber keine Garantie für die Zukunft ist. Erstes Ziel des Turniers ist es, den Teilnehmern ein erlebnisreiches Wochenende zu verschaffen, was sich eben nicht nur auf das eigentliche Spiel beschränkt. Wie beim Rollstuhlbasketball üblich, spielen neben Behinderten auch Nichtbehinderte mit, was die seltene Möglichkeit bietet, die Vorbehalte zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, die es zweifelsohne in unserer Gesellschaft nach wie vor gibt, abzubauen. Jeder Nichtbehinderte, der diesen Sport zusammen mit Behinderten betreibt, wird auch in seiner Umgebung den Vorurteilen gegenüber Behinderten entgegentreten. Gerade dieser Aspekt macht es auch wichtig, ein solches Turnier in der Öffentlichkeit wirkungsvoller bekanntzumachen und den Besuchern zu demonstrieren, wie ein Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten nicht nur auf dem Spielfeld möglich ist. Das diesjährige Turnier soll auch gleichzeitig als Rahmen genutzt werden, um 8 Sportrollstühle offiziell an die Kinder- und Jugendgruppe des ausrichtenden Vereins, der Sportgemeinschaft Handicap e.V., kurz SGH Berlin, zu übergeben. Finanziert wurden diese Rollstühle durch den Erlös einer Benifizveranstaltung, die vom Ladies Lions Club Berlin Roseneck auf dem Gelände des Tennisclubs Blau-Weiss Berlin am 20. Juni diesen Jahres organisiert worden war. Die damalige Präsidentin des Ladies Lions Clubs Berlin Roseneck, Frau Larkin-Peter, wird dankeswerter Weise die Schirmherrschaft für den diesjährigen Koopcup übernehmen.